10 Pflichtpunkte in Ihrem Werkvertrag — prüfen Sie jeden einzelnen, bevor Sie unterschreiben.
Definieren Sie klar, was Sie liefern — ein konkretes Ergebnis, nicht Arbeitsstunden. Je präziser die Leistungsbeschreibung, desto besser sind Sie bei Streitigkeiten geschützt.
Formulieren Sie: "Der Auftragnehmer liefert [konkretes Ergebnis]" statt "Der Auftragnehmer arbeitet an..."
Regeln Sie Ihren Tagessatz, das Zahlungsziel (z.B. 14 Tage nach Rechnungseingang) und ob Reisekosten separat abgerechnet werden.
Vereinbaren Sie ein Zahlungsziel von max. 14 Tagen und eine klare Regelung für Spesen und Reisekosten.
Legen Sie Start- und Enddatum fest sowie die Kündigungsfrist für beide Seiten. Ohne Frist können Sie von heute auf morgen gekündigt werden.
Eine Kündigungsfrist von 4 Wochen zum Monatsende ist marktüblich. Kürzer nur bei kurzfristigen Projekten.
Wo arbeiten Sie? Gibt es Homeoffice-Regelungen? Klären Sie, ob Anwesenheitspflichten bestehen und wie häufig.
Fixieren Sie z.B. "Remote mit max. 2 Tagen/Woche vor Ort in [Stadt]" schriftlich im Vertrag.
Begrenzen Sie Ihre Haftung auf die Auftragssumme oder einen angemessenen Betrag. Klären Sie, ob eine Nachbesserungspflicht besteht.
Eine Haftungsbegrenzung auf die Netto-Auftragssumme ist üblich. Schließen Sie eine Berufshaftpflicht ab.
Was ist vertraulich? Wie lange gilt die Geheimhaltung? Stellen Sie sicher, dass die Regelung Ihre Referenzfähigkeit nicht einschränkt.
Achten Sie darauf, dass Sie das Projekt grundsätzlich als Referenz nennen dürfen — ohne vertrauliche Details.
Wem gehören die Arbeitsergebnisse? In der Regel gehen die Nutzungsrechte mit Bezahlung an den Auftraggeber über.
Behalten Sie die Rechte an eigenen Tools und Methoden, die Sie mitbringen. Nur projektspezifische Ergebnisse übertragen.
Dürfen Sie Teile der Arbeit delegieren? Ein Verbot schränkt Ihre Flexibilität ein und kann ein Indiz für Scheinselbstständigkeit sein.
Idealerweise: "Der Auftragnehmer darf mit Zustimmung des Auftraggebers Subunternehmer einsetzen."
Gibt es ein Wettbewerbsverbot? Für welchen Zeitraum? Bezieht es sich nur auf direkte Wettbewerber oder die gesamte Branche?
Ein Konkurrenzverbot sollte zeitlich (max. 6 Monate) und sachlich eng begrenzt sein. Ohne Karenzentschädigung: ablehnen.
Der Vertrag sollte Formulierungen enthalten, die Ihre Selbstständigkeit betonen: keine Weisungsbindung, eigene Betriebsmittel, unternehmerisches Risiko.
Achten Sie auf Formulierungen wie "eigenverantwortlich", "ohne Weisungen", "eigene Arbeitsmittel" im Vertragstext.